Die vereinsamte Hundehütte

Ein schöner Garten schmückt unser Grundstück. Viele Gräser, saftig grüner Bambus, blühende Pflanzen, eine Wohlfühl-Ecke zum Grillen und Relaxen. Alles um sich wohl zu fühlen. Meine Rasselbande und ich genießen es.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz besonders Lady. Genügend m² zum Erforschen. Büsche in denen sie sich verstecken kann, eine große Wiesenfläche zum Spielen und im Sommer gibt es ein Planschbecken zum Abkühlen. Am Liebsten läuft sie wie von einer Biene gestochen quer durch. Einige Pflanzen haben schon darunter gelitten *Holzstämme wurden durchgebissen, Palmen aus den Töpfen gerissen, unsere Wiese übersät mit Löcher da Lady wie ein Pferd mit den Hinterpfoten trabt, Gießkanne zerfetzt und vieles was mich zum Weinen brachte habe ich bereits verdrängt*. Doch was fehlte meiner Diva für die totale Entspannung, für ein Schäferstündchen - eine Hundehütte *naja das dachte ich zumindest*. Heuer im Frühling habe ich sie nun besorgt, gleich aufgebaut, doch wo ist Lady?

Hier bin ich - was willst Frauli?                                       Muss ich da etwa drin bleiben?

Die Hundehütte war von der ersten Sekunde an unerwünscht. Den ganzen Sommer habe ich versucht es meiner Bullydame schmackhaft zu machen, aber leider ohne Erfolg. Die ersten paar Tage wartete ich ab ob sie selbst versuchte mal hineinzugehen *neugierig sind doch alle Hunde oder?*. Aber Lady schaute nicht einmal in die Richtung der Hütte *schnauf*. Nach tagelangem Nachdenken und Ärger *Was ist los mit dem Hund?* versuchte ich sie spielerisch rein zu locken. Wir haben getobt, sind herum gelaufen und als sie so richtig ausgepowert war, lockte ich sie mit ihrem Lieblingsball in die Hundehütte, um es mit einem Nickerchen abzurunden. Das ging super *super in die Hose*. Hundserledigt - mit rotunterlaufenen Augen - aber sie schlief in der Hütte nicht ein.....Lady wartete nur auf einen unbeobachteten Moment von mir, um schnell weg zu laufen.

.....schnell wieder weg

Wieder vergingen etliche Stunden, Tage und Wochen. Ich versuchte es nun mit einem anderen Trick: "Lady wird in der Hütte gefüttert". Morgens und Abends bekam sie ihre Feinschmeckerportionen nun dort *musste kaum etwas sagen, einfach mit dem Finger auf die Hütte zeigen und schwups war Lady drin - aber auch schnell wieder draußen* Nach 2 Tagen hatte meine Hündin sofort durchschaut um was es mir ging, aber solange sie ihr Futter bekam, war es ihr egal wo. Traurigerweise schaffte ich es aber nicht das Lady dort zur Ruhe kam, deswegen kaufte ich die Hundehütte *verdammt noch mal*. So steht sie nun da - leer - völlig ignoriert - unbenützt.

Lieber verfolgt mich Lady überall wo ich mich im Garten befinde. Sie klebt an mir wie Kaugummi. Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich es total süß, das sie immer in meiner Nähe sein will. Sie hat so einen stark ausgeprägten Beschützerinstinkt. Ständig wird alles beobachtet ob keine Gefahr droht. Und auch wenn sie noch so unbequem am Holzsteg oder im Kies Platz macht, es ist ihr tausendmal lieber als allein in dieser Hütte.

 

Tja und die Hundehütte wird die nächsten Jahre gut erhalten aber dennoch unbenützt im Garten herumstehen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Kimi (Freitag, 09 Dezember 2016 14:06)

    Tja, mir gings so mit einem superüberdrüber Kratzbaum für meinen Nikki-Kater. Sauteuer das Teil, extra große Liegefläche, extra Aufstiegshilfen für Seniorenkatzen. Wochenlang akrobatische Verrenkungen meinerseits um den Kater oben zu halten, kübelweise Leckerlis drauf verteilt, tagelanges locken mit Engelszungen - alles fürn A*. Letzte Rettung... Baldriantabletten zermörsert (stinken fürchterlich) und Kratzbaum rundherum eingerieben! Seit dem ist er das Lieblingsplätzchen von Nikki! Hurra!!!

  • #2

    Hannelore (Mittwoch, 15 Februar 2017 13:31)

    Liebe Claudia,
    ärgere Dich nicht. Ich kenne das Problem mit der Hundehütte. Auch mein Balu (Terrier) benutzt sie nieeeeeeeeeeeeee. Ich habe es auch aufgegeben, denn man kann es sowieso nicht erzwingen. Liebe Grüße