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Auch Hunde haben Sodbrennen

12. Juni 2018

Ja es stimmt, auch Hunde können an Übersäuerung leiden. Mir war das auch nie so richtig bewusst, bis ich an meiner Hündin Verhaltensauffälligkeiten bemerkte. Sie frisst Gras. Lady frisst sehr viel Gras. Sie frisst es panisch. Meine kalte Schnauze denkt an nichts anderes so bald sie im Freien ist. Egal wie oft ich sie anspreche, großteils ignoriert sie es. Ist das normal? Hat Lady Sodbrennen? Aber erkennt man dies als Hundebesitzer auch? Braucht meine Bulldogge jetzt eine andere Ernährung oder sogar eine Diät? Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und mich darüber informiert.  

Was ist Sodbrennen?

Man spricht von einer Übersäuerung des Mageninhalts. Bei einen gesunden Hund gelangt das Gefressene über die Speiseröhre in den Magen. Dort wird Magensäure produziert, die dabei hilft, die Nahrung zu zersetzen und zu verdauen. Zwei Schließmuskeln, zu einem dort, wo die Nahrung von der Speiseröhre in den Magen gelangt und zu anderen dort, wo das Futter vom Magen weiter in Richtung Darm wandert. Ist der erste Schließmuskel etwas geschwächt, so kann die produzierte Magensäure zurück in die Speiseröhre wandern, meist inklusive Mageninhalt. Die Folge des Zurücklaufens ist das für Hunde unangenehme Sodbrennen.

Wie erkenne ich Sodbrennen beim Hund?

Es gibt verschiedene Symptome, jedoch ist dies schwer zu erkennen. Ich lese oft, dass sich sogar Tierärzte mit einer eindeutigen Diagnose schwer tun. Meist liegt es daran, dass die einzelnen Anzeichen auch auf andere Krankheiten deuten können. 

Vermehrtes Speicheln / Gras fressen / Übermäßiges Lecken / Aufstoßen / Schluckbeschwerden / Hochwürgen / Husten / Schleim erbrechen

 

Ursachen für Sodbrennen?

Stress ist einer von vielen anderen Ursachen, die zu einer Übersäuerung führen können. Aber auch Viren, Bakterien oder Unverträglichkeiten von Lebensmitteln bzw. Futter können der Auslöser sein. Gerade bei einer raschen Futterumstellung ist das Risiko gegeben.

Gibt es ein Hausmittel dagegen?

Der Hund sollte viel Wasser trinken, denn damit verdünnt man die Magensäure. Auf schwer verdauliche Nahrung sollte man verzichten, auch Knochen sollte man weglassen. Ein gutes Hausmittel ist Kräutertee. Wie bei uns gibt es auch für unsere Vierbeiner Kräuter, wie Fenchel oder Anis die wahre Wunder wirken. Auch Möhrensaft und Heilerde können helfen.

Vor allem sollte man verstärkt auf die Ernährung achten. Schonkost und eine eiweißhaltige Diät helfen dem Hundemagen sich zu beruhigen.

Milchprodukte, gekochte Eier, Huhn oder Pute, gekochte Karotten, Haferschleim in die Ernährung einbauen.

 

Und jetzt kommt`s:  Hunde reagieren instinktiv und fressen Gras. So reguliert er unter anderem den Säuregehalt des Hundemagens. Man soll seinen Vierbeiner fressen lassen, meistens löst sich das Problem von selbst. Aber wie viel Gras ist genug? Ein guter Tipp ist: Wenn die Zunge stark gerötet ist,bevor der Hund Gras frisst, kann man zu 98% davon ausgehen das es Sodbrennen ist.

Abschließend möchte ich jeden Hundebesitzer daran erinnern, sollten die Symptome länger andauern, so geht man auf jeden Fall zum Tierarzt! 

 

 

 

  1. Oh das wusste ich bisher nicht! Wenn man es selbst hat, finde ich das schon äußerst unangenehm, aber wie mag es dann wohl dem armen Hund gehen! Toll, dass du darüber informierst!

    Liebe Grüße
    Jana

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